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SORBOS · essbare Strohhalme
Magazín · 2. 6. 2026

Kräuterlimonade aus dem eigenen Garten: 3 Rezepte (Rosmarin, Thymian, Basilikum)

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Kräuterlimonade entsteht aus drei Dingen: Kräutersirup (Zucker + Wasser + Kraut), Säure aus der Zitrone und Wasser oder Soda. Das universelle Verhältnis für ein Glas ist 1 Teil Sirup auf 8–10 Teile Wasser. In diesem Artikel finden Sie drei konkrete Rezepte aus Kräutern, die auf Balkon und Fensterbank wachsen: frisches Basilikum, harzigen Rosmarin und würzigen Thymian.

Die Grundlage jeder Kräuterlimonade: ein Verhältnis, das Sie sich merken

Fast jedes Rezept im Internet unterscheidet sich in den Grammangaben, aber das Prinzip ist immer dasselbe. Kräuterlimonade beruht auf drei Komponenten, und sobald Sie ihre Rolle verstehen, brauchen Sie überhaupt keine Rezepte mehr.

  • Sirup (Zucker + Wasser + Kraut) = Süße und Duft. Die Basis ist 1:1, also gleich viel Zucker wie Wasser.
  • Säure (Zitrone, eventuell Limette) = Frische, die die Limonade „zum Leuchten bringt“ und die Süße ausgleicht.
  • Flüssigkeit (stilles oder sprudelndes Wasser) = Volumen.

Für ein Glas (ca. 300 ml) rechnen Sie etwa mit 2–3 Esslöffeln Sirup, dem Saft einer halben Zitrone und füllen den Rest mit Wasser auf. Umgerechnet sind das 1 Teil Sirup auf 8–10 Teile Wasser. Damit treffen Sie es jedes Mal und justieren danach je nach Geschmack nur die Süße oder Säure nach.

Kalter oder heißer Auszug? Hier entscheidet sich der Geschmack

Das ist ein Unterschied, den die meisten Rezepte mit einem Satz abtun, und dabei bestimmt er den endgültigen Geschmack mehr als die Zuckermenge. Das Kraut bekommen Sie auf zwei Arten in den Sirup:

  • Heißer Auszug – das Kraut übergießen Sie mit heißer Zuckerlösung (oder kochen es kurz mit). Der Duft löst sich schnell und intensiv, aber bei zarten Kräutern besteht die Gefahr, dass Sie den Geschmack bis zur Bitterkeit oder gar Heuigkeit „zerkochen“.
  • Kalter Auszug – das Kraut lassen Sie im fertigen, abgekühlten Sirup mehrere Stunden bis über Nacht im Kühlschrank ziehen. Der Geschmack ist reiner, frischer und grüner.

Praktische Regel: harte, holzige Kräuter (Rosmarin, Thymian) vertragen Hitze und ein kurzes Aufkochen steht ihnen gut. Zarte Blätter (Basilikum, Minze) ziehen Sie lieber kalt aus, sonst werden sie bitter und verlieren die Farbe. Den Sirup immer durch ein Sieb oder Mull abseihen.

Rezept 1: Basilikum-Limonade (frisch, sommerlich)

Basilikum macht die Limonade würzig-frisch, fast parfümiert. Es ist das zarteste der drei Kräuter, deshalb setzen wir auf kalten Auszug und kurzes Erhitzen.

Für den Sirup (ca. 6 Gläser):

  • 200 ml Wasser
  • 200 g Zucker (gern Rohrzucker)
  • eine große Handvoll frische Basilikumblätter (ca. 20 g)

Zubereitung:

  1. Wasser mit Zucker zum Kochen bringen und rühren, bis sich der Zucker auflöst. Nur 2–3 Minuten kochen.
  2. Vom Herd nehmen, die leicht zerdrückten Basilikumblätter hineingeben und abkühlen lassen (gern über Nacht im Kühlschrank).
  3. Den Sirup abseihen. Ins Glas geben Sie Eis, 2–3 Esslöffel Sirup, den Saft einer halben Zitrone oder Limette und füllen mit Soda auf.

Tipp: Basilikum liebt Erdbeeren und Gurke. Ein paar Gurkenscheiben im Glas machen daraus einen erfrischenden Sommerdrink.

Rezept 2: Rosmarin-Limonade (aromatisch, kräftig)

Rosmarin ist holzig und harzig, verträgt also kräftiges Erhitzen und kurzes Aufkochen. Das Ergebnis ist duftend und etwas „erwachsen“ – funktioniert hervorragend auch als Basis für einen alkoholfreien Aperitif.

Für den Sirup (ca. 6 Gläser):

  • 250 ml Wasser
  • 200 g Zucker oder Honig
  • 4–6 Zweige frischen Rosmarin

Zubereitung:

  1. Wasser, Zucker und die Rosmarinzweige in einen Topf geben und zum Kochen bringen.
  2. Kurz aufkochen (2 Minuten), dann vom Herd nehmen, abdecken und mindestens eine Stunde ziehen lassen, idealerweise bis zum Abkühlen.
  3. Abseihen. Servieren Sie mit Eis, dem Saft einer halben Zitrone und sprudelndem Wasser. Ins Glas geben Sie einen frischen Zweig.

Tipp: Rosmarin harmoniert mit Zitrusfrüchten und Kirschen. Ein paar halbierte Kirschen auf dem Glasboden rücken den Geschmack in den Sommer.

Rezept 3: Thymian-Limonade (würzig, überraschend)

Thymian ist die ungewöhnlichste Wahl und genau damit überzeugt er. Er ist fein würzig und unterstreicht kräftigeres Obst wunderbar. Ähnlich wie Rosmarin verträgt er das Kochen.

Für den Sirup (ca. 6 Gläser):

  • 500 ml Wasser
  • 220 g Zucker
  • 6 Zweige frischen Thymian
  • Saft von 2 Zitronen

Zubereitung:

  1. Wasser, Zucker und Thymian kochen, bis etwa ein Drittel des Wassers verdampft ist und der Sirup leicht eindickt.
  2. Den Zitronensaft einrühren, vom Herd nehmen und durch ein Sieb abseihen.
  3. Nach dem Abkühlen 1 Teil Sirup auf 8–10 Teile Wasser oder Soda dosieren, mit Eis und einer Zitronenscheibe.

Tipp: Thymian mag Himbeeren und Pfirsiche. Eine Handvoll zerdrückter Himbeeren im Krug macht daraus eine effektvolle rote Limonade.

Welches Kraut wozu? Schnelle Tabelle und Servieren

Wenn Sie sich bei der Kombination unsicher sind, wählen Sie das Obst nach dem Kraut aus der Tabelle unten. Alle drei Sirupe halten sich außerdem im Kühlschrank in einer verschlossenen Flasche etwa 1–2 Wochen.

Kraut Geschmack Auszug Passt zu
Basilikum frisch, würzig kalt Erdbeeren, Gurke, Limette
Rosmarin harzig, kräftig heiß / kurzes Aufkochen Zitrone, Kirschen, Grapefruit
Thymian fein würzig heiß / kurzes Aufkochen Himbeeren, Pfirsiche, Zitrone

Wenn Sie die Limonade für Gäste im Garten oder auf einer Party vorbereiten, lohnt es sich, auch an das Detail des Servierens zu denken. Statt eines Plastikhalms, der im Müll landet, probieren Sie essbare Fruchtstrohhalme SORBOS: Im Getränk halten sie etwa 40 Minuten, sind zu 100 % essbar, glutenfrei und kompostierbar. Sie sind in 11 Geschmacksrichtungen plus einer neutralen Variante erhältlich und werden in Spanien hergestellt. Ein neutraler oder Zitrus-Strohhalm passt zu Kräuterlimonaden, ohne den Duft der Kräuter zu übertönen, und nach dem Austrinken essen Sie ihn einfach auf.

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Häufige Fragen

Was ist das richtige Verhältnis von Kräutersirup und Wasser?

Das universelle Verhältnis ist 1 Teil Sirup auf 8–10 Teile Wasser oder Soda. Für ein Glas von ca. 300 ml bedeutet das etwa 2–3 Esslöffel Sirup, den Saft einer halben Zitrone und der Rest Wasser. Süße und Säure justieren Sie danach je nach Geschmack nach.

Soll ich das Kraut im Sirup aufkochen oder kalt ausziehen?

Das hängt vom Kraut ab. Holzige Kräuter wie Rosmarin und Thymian vertragen kurzes Aufkochen und einen heißen Auszug. Zarte Blätter von Basilikum oder Minze ziehen Sie lieber kalt im abgekühlten Sirup aus, sonst werden sie bitter und verlieren ihre frische grüne Farbe.

Wie lange hält sich selbst gemachter Kräutersirup?

In einer sauberen, verschlossenen Flasche im Kühlschrank etwa 1–2 Wochen. Die Haltbarkeit verlängern Sie durch einen höheren Zuckeranteil (Verhältnis 1:1 und mehr) und dadurch, dass Sie den Sirup vor dem Abfüllen durch ein Sieb oder Mull abseihen, damit keine Kräuterreste darin bleiben.

Kann ich statt Zucker Honig verwenden?

Ja. Honig funktioniert vor allem bei Rosmarin und Thymian, denen er einen runderen Geschmack verleiht. Bringen Sie ihn nicht zum starken Kochen, lösen Sie ihn nur in warmem Wasser auf, damit er sein Aroma behält. Beim zarten Basilikum ist das Ergebnis mit normalem oder Rohrzucker oft reiner.

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